Das ändert sich 2019


Nachfolgend die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
 

Fahrverbote

Weitreichende Änderungen, bzgl. der Fahrverbote für Benzin- und Dieselfahrzeuge, gibt es ab Januar 2019 für Stuttgart. Hier gilt ein Fahrverbot für ältere, auswärtige Dieselfahrzeuge mit Euro 4 und abwärts, im gesamten Stadtgebiet, und ab April 2019 auch für Stuttgarter Dieselfahrzeuge. Bei Missachtung droht ein Bußgeld in Höhe von 80,- €. Ausgenommen von dieser Regelung sind Einsatz- und Hilfsfahrzeuge, Taxis, Reisebusse sowie Oldtimer mit entsprechendem Kennzeichen. 
Ist bis September 2019 keine Verbesserung der Luftqualität nachweisbar, wird das Fahrverbot auch auf Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 ausgeweitet.


Weitere Städte, in denen Fahrverbote folgen sollen: Bonn, Darmstadt, Essen, Frankfurt / Main, Gelsenkirchen, Köln und Limburg.


Abgasmessung

Für alle neu zugelassenen PKW wird bei der Abgasmessung ab September 2019 der sogenannte RDE-Test (Real Driving Emissions) pflicht, in Verbindung mit dem sogenannten PEMS-Geräte (Portable Emission Measurement System). Prüfer müssen keinen bestimmten Fahrzyklus mehr einhalten, es kann jede beliebige  Strecke gefahren werden und so, vor allem der Ausstoß der Stickoxide, unter realistischen Fahrbedingungen gemessen werden. Dies ergänzt das WLTP-Prüfverfahren (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) bei der Abgasmessung, das bereits seit September 2018 auf dem Prüfstand, für alle Neuzulassungen verbindlich, zum Einsatz kommt.


Akustisches Warnsignal Hybrid- und Elektrofahrzeuge

Änderungen gibt es auch für alle in der EU neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Ab Juli 2019 müssen diese mit dem akustischen manuell nicht abschaltbaren Warnsystem AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) ausgestattet sein. Ein einem Verbrennungsmotor ähnliches Warngeräusch soll so, bis zu einer Geschwindigkeit von 20 Km/h, die Sicherheit von Radfahrern, Fußgängern, älteren Menschen sowie Menschen mit Sehbehinderung gewährleisten.  


Kraftstoff-Kennzeichnung

Um Fehlbetankungen zukünftig zu vermeiden, gibt es 2019 neue Kraftstoff-Kennzeichnungen in Form von geometrischen Symbolen. Damit setzt Deutschland eine europäische Richtlinie zur einheitlichen Kennzeichnung von Kraftstoffen um. In Frankreich wurde diese Richtlinie bereits umgesetzt. Diese gilt prinzipiell in allen EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Serbien, Schweiz und in der Türkei.

Das Symbol für benzinartige Kraftstoffe ist ein Kreis mit dem Buchstaben E und einer Zahl in der Mitte, die den prozentualen Anteil an Bioethanol angeben soll. Super 95 und Super plus 98 wird zu E5, Super E10 zu E10 und Super Ethanol zu E85.
Das Symbol für dieselartige Kraftstoffe ist ein Quadrat mit dem Buchstaben B und einer Zahl, die den Anteil an Bio-Diesel angibt. Z.B. B7, B10 oder B100. XTL steht für synthetisches Diesel.
Das Symbol für gasförmige Kraftstoffe ist eine 90-Grad-Raute, mit den Buchstaben LPG für Autogas, LNG für Flüssig-Erdgas, CNG für Erdgas sowie H2 für Wasserstoff.
Zu finden sind diese Symbole zukünftig in Tankdeckeln, Zapfsäulen- und Pistolen sowie in Bedienungsanleitungen.


HU-Plakette

Fahrzeuge mit einer orangefarbenen TÜV-Plakette sind 2019 zur Hauptuntersuchung fällig. Ist die Prüfung bestanden, gibt es eine gelbe Plakette.


Zulassung

Der Gang zur Zulassungsstelle und damit verbundene Wartezeiten, sollen schon im Laufe des Jahres der Vergangenheit angehören. Dann soll es möglich sein, mittels neuem Personalausweis mit eingeschalteter Online-Funktion, mit dem sich der Halter identifizieren kann, Zulassungen, Umschreibungen und Adressänderungen von zu Hause online zu erledigen.


Kfz.-Versicherung

Ab 2019 ändert sich die Typklasse bei der Kfz.-Versicherung. Etwa jeder 7. Fahrzeugbesitzer (ca. 5,7 Millionen) in Deutschland muss dann bei der Haftpflicht mit höheren Beiträgen rechnen. Ca. 5,4 Millionen Fahrzeugbesitzer profitieren dagegen von einer besseren Einstufung.


 
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